2011 war in vielerlei Hinsicht ein sehr turbulentes Jahr. In vielen arabischen Ländern trieb der Wunsch nach mehr Demokratie die Menschen auf die Straßen. In einigen Ländern scheint der Weg für mehr Freiheit und Mitbestimmung frei zu sein. In Syrien und anderen Ländern ist der Weg wohl noch weit.
Ähnlich kompliziert ist die Lage auch im Energiebereich. Noch wird der Markt von wenigen Teilnehmern beherrscht. Unsere Erde und auch viele Menschen vor allem in den Regionen, wo die Rohstoffe vorkommen, werden ausgebeutet und wenige Konzerne oder „Ölbarone“ stopfen sich die Taschen voll. Ähnlich ist das auch im Bereich Atomkraft zu beobachten. Riesengewinne werden in den Konzernen vereinnahmt. Die Verluste und vor allem die Risiken tragen alle.
So musste auch erst eine Katastrophe in Japan mit dem Super-Gau in Fukushima passieren, um in Deutschland die konservative Politik zum Umkehren zu bewegen. Nachdem die schwarz-gelbe Koalition den Atomausstieg wieder rückgängig gemacht hatte, musste sie aufgrund des Drucks vor wichtigen Wahlen erneut den Ausstieg beschließen – diesmal mit dem großen Rückhalt einer großen Mehrheit im Bundestag.
Allerdings erkennen das einige Konzerntreue oder Ewiggestrige immer noch nicht an. Sie versuchen weiter die Erneuerbaren zu behindern, wo es nur geht. So werden beispielsweise nahezu alle mittleren und größeren Stromabnehmer zukünftig von den Kosten der Erneuerbaren befreit. Die EEG-Umlage muss dann von allen kleinen Stromverbrauchern wie den Haushalten getragen werden. Wenn sich aber weniger Verbraucher beteiligen, müssen die Verbliebenen deutlich mehr bezahlen. Die kräftige Steigerung der Umlage wollen Brüderle und Co. nun dazu nutzten, um die EEG-Förderung von Solarstromanlagen so zu verändern, dass keine neuen Anlagen in Deutschland mehr gebaut werden könnten.
Die Energiewende ist aber bei den Menschen und den kommunalen Politikern zum Glück schon viel weiter angekommen, als diese Politiker glauben. So erreichen uns täglich viele Anfragen von Bürgermeistern, wie wir sie auf dem Weg zu einer nachhaltigen Versorgung durch 100 Prozent erneuerbarer Energie begleiten können. Das Thema „regionale Wertschöpfung“ spielt dabei die zentrale Rolle.
Da die beiden kostenlosen Ressourcen wie Wind und Sonne überall, aber gerade im ländlichen Raum genutzt werden können, wird die schnelle Energiewende wie auch der Umsturz in den arabischen Ländern von unten getragen.
Ich wünsche uns allen für das Jahr 2012 eine weitere Beschleunigung in Sachen Demokratisierung und viele gute Schritte hin zu 100 Prozent Erneuerbar.
Gemeinsam schaffen wir das!
Sonnige Grüße, bleibt gesund und munter,
Euer Matthias